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Zinsschranke (die Safe-Haven Relation) – die Neuregelung gilt ab dem 1.1.2015

Laut der kürzlich verabschiedeten Novellierung des Körperschaftsteuergesetzes, wird die Regelung betreffend die „Safe-Haven“ Grenze wesentlich modifiziert.

Die Grenze, bis zu der die Zinsen als abzugsfähig behandelt werden, ist anders zu bestimmen:
- Die zu betrachtenden Zinsaufwendungen beziehen sich nicht nur auf unmittelbar, sondern auch auf mittelbar beteiligte Unternehmen (soweit es sich um wesentliche Beteiligung handelt);
- Der Bezugswert ist das Eigenkapital (abzüglich Neubewertungsrücklagen und anderer bestimmten Bilanzposten), statt des gezeichneten Kapitals;
- Die Relation wird als „1:1“ definiert (bis jetzt war sie: „1:3“)
- Die Prüfung dieser Relation sollte zu einem anderen Zeitpunkt erfolgen: nicht am Tag der Zahlung von Zinsen, sondern zum Ende des Monats, der dem Monat vorausgeht, in dem die Zinsen bezahlt werden.

Ab dem 1.1.2015 ist ein alternatives Verfahren zur Ermittlung von Safe-Haven Relation zulässig. Der alternativ berechnete Grenzwert gilt für alle erhaltenen Darlehen (auch Bankkredite), nicht nur diejenigen, die von nahestehenden Personen zur Verfügung gestellt wurden. – Im Allgemeinen, je größer die Verbindlichkeiten (auch aus Bankkrediten,etc.), desto weniger die abzugsfähigen Zinsaufwendungen.

Im Rahmen dieses alternativen Verfahrens werden die abzugsfähigen Zinsen auf den folgenden Grenzwert beschränkt:

(R + 1,25 Prozentpunkte) x A

R – der NBP-Referenzsatz am letzten Tag des abgelaufenen Geschäftsjahres;
A – Der Steuerwert des Vermögens (ausgenommen Urheberrechte, Lizenzen und andere immaterieller Vermögensgegenstände) am letzten Tag des Geschäftsjahres. In der Regel wäre der Steuerwert gleich wie der Buchwert.

Der ermittelte Betrag (von abzugsfähigen Zinsen) darf jedoch 50 Prozent des Betriebsergebnisses (EBIT) nicht übersteigen. Die Ausnahme gilt nur für die bestimmten Finanzinstituten

Die Wahl des alternativen Verfahrens muss in der Regel bis Ende des ersten Monats des Geschäftsjahres an das Finanzamt mitgeteilt werden und sie bindet für den Mindestzeitraum von drei Jahren.

Die alternative Methode scheint attraktiv zu sein für diese Gesellschaften, die überwiegend durch die gruppeninternen Darlehen finanziert werden, insbesondere wenn niedrige Verzinsung angesetzt wird (bei Darlehen, die in PLN vergeben werden, ist die Verzinsung normalerweise höher als bei den Euro-Darlehen).