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Hinzurechnungsbesteuerung (die Neuregelung ab 1.1.2015)

Laut der kürzlich verabschiedeten Novellierung des Körperschaftsteuergesetzes und des Einkommensteuergesetzes, werden die Einkommen, die durch beherrschte ausländische Unternehmen (Gesellschaften) erzielt werden, als in Polen steuerpflichtig behandelt.

Der Begriff von beherrschten ausländischen Unternehmen ist auf zwei Arten zu betrachten:

1) Unternehmen, die Sitz oder Ort der tatsächlichen Geschäftsleitung in Ländern, die in die Liste über schädlichen Steuerwettbewerb eingetragen sind, oder in Nicht-DBA-Staaten, haben .

2) Unternehmen, die alle drei Bedingungen erfüllen, betreffend:

- das Niveau des durch die polnischen Steuerpflichtigen ausgeübten Einflusses (die Grenze liegt bei 25 Prozent der Stimmrechte oder bei 25 Prozent der Eigenkapitalbeteiligung, bzw. bei 25 Prozent bei Gewinnbeteiligung);

- die Einkommensquellen, d.h. wenn zumindest 50 Prozent der Gesamterlöse die passiven Einkommen, z.B. Dividenden, Zinsen, sowie Erlöse aus Veräußerung von Wertpapieren, darstellen;

- das Land des Sitzes, d.h. wenn Sitz oder Ort der tatsächlichen Geschäftsleitung sich in einem niedrig besteuerten Land befindet (der Grenzwert liegt heute bei 14,25 Prozent).

Die neuen Regelungen verpflichten die Steuerpflichtigen, ein Verzeichnis von beherrschten ausländischen Unternehmen zu erstellen und darin alle steuerlich erheblichen Tatsachen zu vermerken.

Die von den beherrschten ausländischen Unternehmen erzielten Gewinne werden in der Steuerbemessungsgrundlage (in Polen) berücksichtigt. Die ausländische Steuer darf von der in Polen zu zahlenden Steuer abgezogen werden (nach Maßgabe der Gewinnbeteiligung).

Die Hinzurechnungsbesteuerung ist ausgeschlossen, wenn die Jahreserlöse 250 000 Euro nicht übersteigen (Bagatellregelung), sowie bei den tatsächlich ausgeübten Tätigkeiten, die innerhalb von der Europäischen Union, dem Europäischen Wirtschaftsraum oder in einem anderen Land, mit dem Polen ein entsprechendes Abkommen geschlossen hat (im letzten Fall sollten zusätzliche Voraussetzungen erfüllt werden), ausgeübt werden. Die tatsächlich ausgeübten Tätigkeiten liegen vor, wenn, unter anderem, die angemessenen Ressourcen (Räumlichkeiten, Personal usw.) vorhanden sind.

Darüber hinaus betrifft die Abänderung die Personengesellschaften nicht, sofern sie steuerlich transparent sind.

Die Neuregelungen gelten auch, wenn die Tätigkeiten durch die Betriebsstätte außerhalb Polens ausgeübt werden.