Author Archives: Jacek Pukaluk

Umwandlung einer GmbH / AG / KGaA in eine Personengesellschaft (Änderung ab dem 1. Januar 2015)

Bei der Umwandlung einer Kapitalgesellschaft in eine Personengesellschaft werden die einbehaltenen Gewinne als versteuerbar behandelt. Das wird auch die in die Kapitalrücklage eingestellten Beträge betreffen (bis jetzt bildeten diese Beträge keine Steuerbemessungsgrundlage). In so einer Situation gilt der Steuersatz in Höhe von 19%.

Zinsschranke (die Safe-Haven Relation) – die Neuregelung gilt ab dem 1.1.2015

Laut der kürzlich verabschiedeten Novellierung des Körperschaftsteuergesetzes, wird die Regelung betreffend die „Safe-Haven“ Grenze wesentlich modifiziert.

Die Grenze, bis zu der die Zinsen als abzugsfähig behandelt werden, ist anders zu bestimmen:
- Die zu betrachtenden Zinsaufwendungen beziehen sich nicht nur auf unmittelbar, sondern auch auf mittelbar beteiligte Unternehmen (soweit es sich um wesentliche Beteiligung handelt);
- Der Bezugswert ist das Eigenkapital (abzüglich Neubewertungsrücklagen und anderer bestimmten Bilanzposten), statt des gezeichneten Kapitals;
- Die Relation wird als „1:1“ definiert (bis jetzt war sie: „1:3“)
- Die Prüfung dieser Relation sollte zu einem anderen Zeitpunkt erfolgen: nicht am Tag der Zahlung von Zinsen, sondern zum Ende des Monats, der dem Monat vorausgeht, in dem die Zinsen bezahlt werden.

Ab dem 1.1.2015 ist ein alternatives Verfahren zur Ermittlung von Safe-Haven Relation zulässig. Der alternativ berechnete Grenzwert gilt für alle erhaltenen Darlehen (auch Bankkredite), nicht nur diejenigen, die von nahestehenden Personen zur Verfügung gestellt wurden. – Im Allgemeinen, je größer die Verbindlichkeiten (auch aus Bankkrediten,etc.), desto weniger die abzugsfähigen Zinsaufwendungen.

Im Rahmen dieses alternativen Verfahrens werden die abzugsfähigen Zinsen auf den folgenden Grenzwert beschränkt:

(R + 1,25 Prozentpunkte) x A

R – der NBP-Referenzsatz am letzten Tag des abgelaufenen Geschäftsjahres;
A – Der Steuerwert des Vermögens (ausgenommen Urheberrechte, Lizenzen und andere immaterieller Vermögensgegenstände) am letzten Tag des Geschäftsjahres. In der Regel wäre der Steuerwert gleich wie der Buchwert.

Der ermittelte Betrag (von abzugsfähigen Zinsen) darf jedoch 50 Prozent des Betriebsergebnisses (EBIT) nicht übersteigen. Die Ausnahme gilt nur für die bestimmten Finanzinstituten

Die Wahl des alternativen Verfahrens muss in der Regel bis Ende des ersten Monats des Geschäftsjahres an das Finanzamt mitgeteilt werden und sie bindet für den Mindestzeitraum von drei Jahren.

Die alternative Methode scheint attraktiv zu sein für diese Gesellschaften, die überwiegend durch die gruppeninternen Darlehen finanziert werden, insbesondere wenn niedrige Verzinsung angesetzt wird (bei Darlehen, die in PLN vergeben werden, ist die Verzinsung normalerweise höher als bei den Euro-Darlehen).

Hinzurechnungsbesteuerung (die Neuregelung ab 1.1.2015)

Laut der kürzlich verabschiedeten Novellierung des Körperschaftsteuergesetzes und des Einkommensteuergesetzes, werden die Einkommen, die durch beherrschte ausländische Unternehmen (Gesellschaften) erzielt werden, als in Polen steuerpflichtig behandelt.

Der Begriff von beherrschten ausländischen Unternehmen ist auf zwei Arten zu betrachten:

1) Unternehmen, die Sitz oder Ort der tatsächlichen Geschäftsleitung in Ländern, die in die Liste über schädlichen Steuerwettbewerb eingetragen sind, oder in Nicht-DBA-Staaten, haben .

2) Unternehmen, die alle drei Bedingungen erfüllen, betreffend:

- das Niveau des durch die polnischen Steuerpflichtigen ausgeübten Einflusses (die Grenze liegt bei 25 Prozent der Stimmrechte oder bei 25 Prozent der Eigenkapitalbeteiligung, bzw. bei 25 Prozent bei Gewinnbeteiligung);

- die Einkommensquellen, d.h. wenn zumindest 50 Prozent der Gesamterlöse die passiven Einkommen, z.B. Dividenden, Zinsen, sowie Erlöse aus Veräußerung von Wertpapieren, darstellen;

- das Land des Sitzes, d.h. wenn Sitz oder Ort der tatsächlichen Geschäftsleitung sich in einem niedrig besteuerten Land befindet (der Grenzwert liegt heute bei 14,25 Prozent).

Die neuen Regelungen verpflichten die Steuerpflichtigen, ein Verzeichnis von beherrschten ausländischen Unternehmen zu erstellen und darin alle steuerlich erheblichen Tatsachen zu vermerken.

Die von den beherrschten ausländischen Unternehmen erzielten Gewinne werden in der Steuerbemessungsgrundlage (in Polen) berücksichtigt. Die ausländische Steuer darf von der in Polen zu zahlenden Steuer abgezogen werden (nach Maßgabe der Gewinnbeteiligung).

Die Hinzurechnungsbesteuerung ist ausgeschlossen, wenn die Jahreserlöse 250 000 Euro nicht übersteigen (Bagatellregelung), sowie bei den tatsächlich ausgeübten Tätigkeiten, die innerhalb von der Europäischen Union, dem Europäischen Wirtschaftsraum oder in einem anderen Land, mit dem Polen ein entsprechendes Abkommen geschlossen hat (im letzten Fall sollten zusätzliche Voraussetzungen erfüllt werden), ausgeübt werden. Die tatsächlich ausgeübten Tätigkeiten liegen vor, wenn, unter anderem, die angemessenen Ressourcen (Räumlichkeiten, Personal usw.) vorhanden sind.

Darüber hinaus betrifft die Abänderung die Personengesellschaften nicht, sofern sie steuerlich transparent sind.

Die Neuregelungen gelten auch, wenn die Tätigkeiten durch die Betriebsstätte außerhalb Polens ausgeübt werden.

USt.-Vorsteuerabzug bei Wagen (die Neuregelung ab 1.4.2014)

Ab dem 1.4.2014 ist die Nutzung des Wagens für Zwecke des Unternehmens für das Recht auf Vorsteuerabzug entscheidend. Laut der Neuregelung darf unter gewissen Voraussetzungen auch die Vorsteuer für einen PKW abgezogen werden. – In so einer Situation, muss ein Fahrtenbuch geführt werden, sowie der Kauf des Wagens (bzw. Leasing, etc.) muss dem Finanzamt gemeldet werden. Anderenfalls kann man lediglich 50% der Steuer abziehen